Java unter CentOS-RedHat installieren

CentOS und/oder RedHat, so man nicht auf erweiternde Repositories zugreifen will, liefert leider nur eine ältere Java-Version (1.4) und OpenJDK-Pakete. Will oder muss man sich an Spezifikationen halten, die im Zusammenhang mit einer Zertifizierung steht, so muss es das "richtige" Java sein. Hier die Kurzanleitung!

Ich gehe im folgenden von der zur Zeit aktuellen Version 1.6.0_23 in der 64 Bit-Variante aus. Die Versionsnummer kann und wird differieren!

Man lande sich zuerst die Quellen von der Oracle Seite. (Ja - Java gehört nun schon einige Zeit Oracle. ;-) ) Dieses findet man unter Java - Download.

Ist dieses heruntergeladen, sollte es an den Zielort kopiert und gestartet werden. mkdir -p /opt/java mv jdk-6u23-linux-x64.bin /opt/java cd /opt/java sh jdk-6u23-linux-x64.bin Kommt es nun zu Fehlern, kann es unter Umständen daran liegen, dass es keine Schreibberechtigungen für den Benutzer bzw. das Verzeichnis gibt. Es wird nämlich ein Verzeichnis namens "jdk1.6.0_23" erstellt.

Nun wird ein Link erstellt, der symbolisch auf die jeweilige Java-Installation verweist. Das hat den Vorteil, dass man Java-Software "sanft" auf eine andere Version migrieren kann und immer die "alte" Version verfügbar hat. Bei einer Neuinstallation von Java muss nur noch ein Link auf die entsprechende Installation gesetzt und kann natürlich auch jederzeit wieder korrigiert werden. Der Parallelbetrieb mehrerer Java-Versionen ist so auch sehr leicht möglich. ln -s /opt/java/jdk1.6.0_23 /opt/java/default

So, nun sollte noch die "/etc/profile" bearbeitet/ergänzt werden, damit die Installation für das gesamte System verfügbar wird. vi /etc/profile

export JAVA_HOME=/opt/java/default export PATH=$JAVA_HOME:$PATH

Spätestens hier wird ersichtlich, was der symbolische Link für ein Sinn macht.

Fertig! Bei der nächsten Anmeldung ist Java in seinem vollen Funktionsumfang verfügbar. Zum Testen kann auch folgendes eingegeben werden: source /etc/profille