Festplattenpartition erstellen unter OpenSolaris

Mit ZFS ist es kaum noch wichtig, aber dennoch kann es passieren, dass man eine Festplatte partitionieren möchte. Mit OpenSolaris ist das sehr einfach und bequem möglich! Wie das siehst du im folgenden.

In diesem Fall habe ich die 80GB große Festplatte in eine System-Partition und in 2 Daten-Partitionen aufgeteilt. Die Erste wird bei der Standardinstallation schon erstellt. Um die Daten-Partitionen zu erstellen, öffne ich mir eine Konsole und werden mit su zu root. Der Befehl format zeigt die vorhandenen Eigenschaften der Festplatte an. Wird format gestartet, so muss man zuerst die aktuelle Festplatte auswählen. In meinem Falle ist das "0" - also die Erste. Es sollte in etwa folgendes zu sehen sein:

Searching for disks...done

AVAILABLE DISK SELECTIONS: 0. c3d0 <DEFAULT cyl 1902 alt 2 hd 255 sec 63> /pci@0,0/pci-ide@14,1/ide@0/cmdk@0,0 Specify disk (enter its number): 0 selecting c3d0 NO Alt slice No defect list found [disk formatted, no defect list found] /dev/dsk/c3d0s0 is part of active ZFS pool rpool. Please see zpool(1M).

FORMAT MENU: disk       - select a disk type       - select (define) a disk type partition  - select (define) a partition table current    - describe the current disk format     - format and analyze the disk fdisk      - run the fdisk program repair     - repair a defective sector show       - translate a disk address label      - write label to the disk analyze    - surface analysis defect     - defect list management backup     - search for backup labels verify     - read and display labels save       - save new disk/partition definitions volname    - set 8-character volume name !     - execute , then return quit format>

Mit der Eingabe von fdisk wechselt man in das Menü, mit dessen Hilfe sich die Partitionen verwalten lassen. (Die "DOS/PC-Partitionen - NICHT die Unix-Partitionen!!!) Letztere werden als "Slices" bezeichnet und bilden weitere "logische Partitionierungen"in den Partitionen. Diese logische Unterteilung gibt es auch in der BSD-Welt und ist somit keine "Solaris-Eigenart". Nein, es ist sogar recht praktisch, denn dies hebt die Beschränkung der 4 Primärpartitionen auf und ermöglicht eine UNIX-Nahe Umgebung.

Punkt "1" ermöglicht das Erstellen neuer Partitionen. Gefolgt von der Abfrage des Partitionstyps (1=Solaris2) und der Eingabe der Größe der Partition. Die Standardeinheit ist "Prozent".

Wenn man die Größe in Zylinder angeben will, so kann man die mit "c" bestätigen. Nach der Größenangabe kommt die Frage, ob die neue Partition als aktiv markiert werden soll. NEIN, denn wir wollen ja nicht davon "booten". Ich habe eine weitere Partition mit der selben Größe angelegt, so dass sich nun die geforderte System- und die zwei Datenpartitionen entstehen.

Partition   Status    Type          Start   End   Length    % =========   ======    ============  =====   ===   ======   === 1        Active    Solaris2          1  1905    1905     20 2                  Solaris2       1905  5797    3893     40 3                  Solaris2       5798  9690    3893     40

Menüpunkt "5" sorgt dafür, dass die Konfiguration geschrieben wird. Die neuen Partitionen werden angelegt! Mit "quit" wird der Format-Dialog beendet.

Da es sich um PC-Partitionen handelt, finden sich die beiden Partitionen unter "c3d0p2" und unter "c3d0p3". Die Bezeichnung der Geräte ist zugegeben auf den ersten Blick eher verwirrend. Ist aber durchaus sinnvoll:

c3 = 3. Kontroller d0 = 0. LUN p2 = 2. Partition

Bei SCSI kommt dann noch "t" dazu. Dies wird in diesem Fall aber nicht betrachtet. Vermutlich wird bei dir nur das "c3" anders sein. Wie deine Festplatte heißt, kannst du z.B. über bei "format" sehen. "c3d0" steht bei mir.